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Das Los als demokratisches Werkzeug

Die
Letzte
Partei

Wahlen allein sind keine Demokratie. Es ist Zeit, das Grundgesetz zu ändern und das Los als politisches Instrument zu verankern.

Die Idee

Losen ist
demokratischer
als Wählen

Wahlen und Demokratie werden heute gleichgesetzt — das ist falsch. Das Los ist das ältere, direktere Instrument der Bürgerbeteiligung. Wir wollen es zurück.

Wahlen — ein Erbe der Aristokratie

Wahlen wurden im 18. Jahrhundert eingeführt, um das Volk auf Abstand zu halten. Sie sollten die Macht bei den »Angesehenen« halten — nicht das Volk regieren lassen.

Das Los: seit der Antike erprobt

Athen bestimmte seine Gremien per Los. Nicht der Beste bewirbt sich — der Zufall entscheidet. Das schützt vor Karrierismus, Populismus und Lobbyismus.

Echte Repräsentation

Ein gelostes Gremium spiegelt die Gesellschaft wider — alle Berufe, Altersgruppen, Meinungen. Keine Parteilinie, kein Klientelismus, kein Wahlkampfkalkül.

Verfassungsänderung als einziges Ziel

Wir wollen keine Partei um der Partei willen. Unser einziges Ziel: das Grundgesetz so zu ändern, dass das Los als demokratisches Instrument verankert wird.

Wie viele Erfindungen aus dem 18. Jahrhundert taugen zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch? Die Diligence? Die Montgolfière? Die Schnupftabakdose? David van Reybrouck — »Gegen Wahlen«, 2013
Die Probleme

Was am
System fehlt

Das Parteien-System scheitert auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Nicht aus Bösartigkeit — sondern weil es strukturell falsch konstruiert ist.

Die Lösung

Das Bourgicus-
Modell

Terrill Bourgicus entwarf ein System aus sechs spezialisierten Gremien — ausgelost, nicht gewählt. David van Reybrouck stellt es in »Gegen Wahlen« als bislang klügsten Vorschlag vor.

Wie ein Gesetz entsteht
SCHRITT 01
Agenda setzen
Die Leitlinienkonferenz entscheidet, welches Thema gesetzlich geregelt wird. Petitionen und Bürgeranliegen fließen direkt ein.
SCHRITT 02
Vorschläge erarbeiten
Interessen-AGs aus Freiwilligen, Fachleuten und Betroffenen entwickeln Lösungsideen — offen für jeden.
SCHRITT 03
Gesetzestext schreiben
Ausgeloste Überarbeitungs-AGs hören Experten an, prüfen Vorschläge und formulieren den konkreten Gesetzestext.
SCHRITT 04
Geheime Abstimmung
400 zufällig ausgeloste Bürger stimmen nach sachlicher Anhörung geheim ab. Das Ergebnis ist verbindliches Gesetz.
Die Partei

Unsere
Prinzipien

Eine Partei, die Parteien abschaffen will — widersprüchlich? Nein. Es ist der direkteste Weg, das System von innen zu verändern.

Nur Bundes- und Landtagswahlen

Wir wollen die Verfassung ändern — keine Gemeindepolitik machen.

Keine Koalitionen

Koalitionen sind Teil des Problems. Wir koalieren nicht.

Keine Direktkandidaten

Direktkandidaturen personalisieren Politik — das widerspricht unserem Ansatz.

Landeslisten per Los

Wer kandidiert, wird ausgelost — aus dem Kreis der Freiwilligen.

Null Toleranz für Diskriminierung

Rassistische oder rechts­populistische Tendenzen führen zum Ausschluss.

Freie Abgeordnete

Jeder Abgeordnete ist nur seinem Gewissen verpflichtet — keiner Partei.

Mitmachen

Was jetzt
gebraucht
wird

Unterstützer, Gründungsmitglieder, Menschen die diskutieren, teilen und mitdenken wollen. Eine Partei gründen kostet wenig — sie zu einer Kraft zu machen, braucht viele.